Der demografische Wandel, rückläufige Bevölkerungszahlen sowie der Trend zur Abwanderung in Ballungszentren beeinflussen die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Regionen. Diese Entwicklung macht auch vor dem Innviertel nicht halt. Dabei hat die Region viel zu bieten: Innovative Betriebe mit vielfältigen Möglichkeiten kombiniert mit hoher Lebensqualität. Die zentrale Lage im Herzen Europas ist ein weiteres Plus.

 

Im Dezember 2014 wurde in der Wirtschaftskammer Braunau „Hot Spot! Innviertel“ aus der Taufe gehoben. Die rechtsunverbindliche Initiative vereint Unternehmen und Organisationen der drei Bezirke Braunau, Ried und Schärding. Sie wollen das Innviertel als lebenswerte, attraktive Arbeitgeberregion positionieren. „Wir setzen auf proaktive Kommunikation und Networking“, sagt Andreas Fill von Fill Maschinenbau in Gurten. Der Sprecher der neuen Initiative betont: „Auch wenn wir als Unternehmer alle Mitbewerber um Arbeitskräfte sind, setzen wir auf die Gemeinschaft. Als starkes Netzwerk können wir unter Einbindung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche den Wirtschaftsstandort Innviertel international attraktiv und begehrt machen.“

 

Das Innviertel soll als Wohnregion, Wirtschaftsregion, Bildungsregion, Freizeitregion, Genussregion, Naturregion und Lebensregion gestärkt werden. „Je mehr Unternehmen, Organisationen und Gemeinden mitmachen, desto größer der Erfolg“, fordert Andreas Fill zum Mitmachen auf.

 

Mitmachen und mitgestalten!

 

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Erfolgreiche Vernetzung von Wirtschaft und Schule

Zweite Auflage des Innviertler Bildungskatalogs als wirksamer Impulsgeber für partnerschaftliche Kooperation.

Im Herbst erscheint die zweite Ausgabe des Innviertler Bildungskatalogs mit noch mehr attraktiven Angeboten. Die Erstauflage mit mehr als 70 konkreten Angeboten von Innviertler Unternehmen an die Schulen der Region ist ein Erfolgsprojekt von Hot Spot! Innviertel. Zahlreiche Klassen, von der Volksschule über die NMS bis hin zu Gymnasien sowie berufsbildenden höheren und mittleren Schulen und den Landwirtschaftsschulen holten sich Einblicke in unterschiedlichste Branchen und Arbeitswelten. „Das Bestreben, Schulen und Unternehmen zusammenzuführen hat bestens funktioniert. Die Erfolgsgeschichte wird prolongiert“, freut sich Projektleiterin Irene Wiesinger, Direktorin der BHAK/HAS Schärding.

Die Initiative Hot Spot! Innviertel hat im Herbst 2016 erstmals eine Broschüre erstellt in der Unternehmen und Institutionen der Region ihre Angebote an Schüler vorstellen. Ein konkretes Nachschlagwerk in dieser Form hat es bisher noch nicht gegeben. Es hat sich als echter Renner entpuppt. Thematisch nach Branchen geordnet, mit einer Beschreibung der Angebote inklusive des jeweiligen Ansprechpartners, gibt der Bildungskatalog einen guten Überblick über die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten (Exkursionen, Praktika etc.). Ein praktischer Wegweiser zur partnerschaftlichen Kooperation von Schule und Wirtschaft.

Beide Seiten profitieren

Schüler von heute, sind die Fachkräfte von morgen. Durch die Möglichkeit Betriebe und Berufsfelder kennenzulernen wird das Interesse bei den jungen Menschen geweckt. Die Unternehmen können sich als attraktive Arbeitgeber positionieren. Für die Schulen wiederum stellt die Möglichkeit, innovative Firmen der Region zu besuchen, eine praxisbezogene Bereicherung des Unterrichts dar. Beide Seiten profitieren.

Von der Volksschule bis zu Gymnasium und HTL

Mit dem Bildungskatalog wurde der Anstoß für die partnerschaftliche Kooperation von Schulen und Unternehmen des Innviertels gegeben. Die durchwegs positiven Reaktionen von beiden Seiten zeigen, dass hier viel Potenzial vorhanden ist. Bei der zweiten Auflage, die im Herbst 2017 erscheint wird das Angebot noch umfangreicher sein. Von hochautomatisierter industrieller „Just in Time“-Produktion über handwerkliche Berufe bis hin zu erfolgreichen Bewerbungsgesprächen reicht die Palette. Aber auch bereits für Volksschüler gibt es mit dem intergalaktischen Roboter „Filli Future“ die altersgerechte Möglichkeit, Technik spielerisch kennenzulernen.