Im abgelegenen Innviertel beginnt in der Silvesternacht 1899 die Geschichte zweier Kinder: des Findelkindes Maurits und der Wirtstochter Theres. Während Maurits heimatlos bleibt und sich mühsam seinen Platz erkämpfen muss, wächst Theres als unerwünschtes viertes Mädchen auf und rebelliert gegen ihre vorgezeichnete Rolle.
Erzählt wird eine „Geschichte von unten“: Das harte Leben einfacher Menschen in den fiktiven Dörfern Thal, Oed und Fegfeuer ist geprägt von Armut, Alkohol, Gewalt und festen gesellschaftlichen Hierarchien. Der Zufall der Geburt bestimmt über das gesamte Leben. Figuren wie der herrische Großbauer Hölzenreytter, der verbitterte Knecht Lorenz oder der moralpredigende Pfarrer zeichnen ein raues Bild der Dorfgemeinschaft.
Auch Außenseiter prägen das Geschehen: die geheimnisvolle Kräuterhexe Vev, der säuferische Schneider Wigg oder der jüdische Krämer Kratochvil. Über allem liegt die Vorahnung des Umbruchs: Mit dem Ersten Weltkrieg zerbricht die alte Ordnung – und nichts bleibt, wie es war.
Die Bühnenfassung verbindet diese Geschichten mit Musik: Historische Lieder, neu interpretiert von Matthias Deger und vorgetragen vom Juvenis Chor, machen die Zeitstimmung zusätzlich erlebbar.
Musikalische Leitung & Choreinstudierung: Lina von Berg
Bühnenadaption und Inszenierung: Babett Arens
Premiere: 18. Juni 2026, 19:00 Uhr
Tickets & Infos: https://www.rainbacher-spiele.at









